Auf ein Wort

Natürlich bin ich bei meinen Recherchen auf viele andere Bulickes gestoßen, die nicht zu meinen Ahnen oder meiner Familie gehören.
Zum einen selbstverständlich im Internet. Da kann ich nur Beispiele erwähnen, denn einerseits hat das Internet so zahlreiche Informationen mit denen man sowieso bewusst umgehen muss und andererseits sind Bulickes, wie viele andere auf Grund der Auswanderung bis in die neue Welt vorgedrungen und so weltweit zu finden. Den „ältesten“ Bulicke, den ich im Internet fand wurde im Jahre 1623 in Königsberg /Neumark gemustert. Es war der Zimmermann Peter Bulicke. Im Textarchiv der „Berliner Zeitung“ wird ein Gustav Bulicke erwähnt, der 1886 verurteilt wurde wegen Rohheit gegen eine Schwangere. Ebenso gibt es unter Family Search einen Gustav Bulicke, der vor 1875 geboren und nach 1894 gestorben ist (es könnte sich also um dieselbe Person handeln). Family Search bietet neben vielen anderen Informationen auch Einsicht in Kirchenbuchduplikaten, aber auch hier gilt der oben erwähnte Grundsatz.
In Güstrow gab es längere Zeit Bulickes , wie verschiedene Quellen zeigen: Volkszählung 1900, Einwohnerverzeichnis 1935 (einen Kupferschmiedemeister Arthur Bulicke; vielleicht hat er etwas Bleibendes hinterlassen?) und Reichstelefonbuch 1942; das andererseits auch wieder einen Bulicke in Labiau bei Königsberg/Ostpreußen ausweist.
Google veröffentlicht immer mehr Bücher im Internet, in denen man natürlich auch Bulickes findet. Da diese aber stetig mehr werden, würde es den Rahmen sprengen alle aufzuführen. Auch in der Literatur und in alten Filmen kamen Bulickes vor oder wirkten mit. Manfred Bofinger schrieb eine Weihnachtsgeschichte „ Die Wegesuma“ mit dem Weihnachtsmann Herrn Bulicke. Ein Friedrich Bulicke schrieb 1924 das Gedicht „Reinkarnation“ und im Film „Skandal um den Hahn“ 1938 kommt eine Familie Bulicke vor.
Bei meinen Recherchen zur „Landwehr“ Linie stellte ich fest, dass der Ort Bückgen, wie viele andere auch, wegen Braunkohlevorkommen 1988 abgebaggert wurde. Ein weiterer Fundus sind alte Postkarten. Eine davon ist aus Löpten und zeigt unter anderem den Kaufladen von Franz Bulicke, meinem Urgroßonkel.
Den bisher ältesten erwähnten Bulicke fand ich in dem zweibändigen Werk „Das Bistum von Naumburg“ von Heinz Wiesner. Er erwähnt einen Lehen Bulicke von Holleben mit Datum vom 1. Mai 1404. Da er aber zum selben Fakt auch einen Ritter Bolko von Holleben erwähnt, würde ich da gern nochmal recherchieren. Nun hat sich herausgestellt, dass ein einfacher Schreibfehler beim Übertragen der Kopialbücher aus Rulicke einen Bulicke machte.
Soweit der Blick in die Vergangenheit. Für die Zukunft wünsche ich mir entsprechende Zeit für mein Hobby, etwaige Unterstützung und bei einem allgemeinen Interesse kann ich mir auch ein Familientreffen vorstellen.
Das waren zum Teil jetzt Randgebiete der Ahnenforschung, aber auch diese sind interessant und runden das Hobby ab.
Bei allen Möglichkeiten, die ich erwähnt habe zum Suchen; seine Ahnen findet man in der Regel über die Standesämter mit den entsprechenden Geburts-, Heirats oder Sterbeunterlagen und davor über die Pfarrämter mit den jeweiligen Kirchenbüchern bzw. entsprechenden Archiven. Zu diesen Themen ist schon so viel geschrieben worden, dass ich es dabei belassen möchte.
Zum Schluss ein Dankeschön zum einen an Frau Rita Konetzky, die mir sehr viel über Bulickes in Löpten berichtet hat und zum anderen an meinen Onkel Rudolf Bulicke, der mir sehr im Berliner Raum geholfen hat; sowie natürlich den anderen ungenannten Mitstreitern und Helfern.

Wolfgang Bulicke im Juni 2010



PS: Inzwischen ist schon einiges überholt, korrigiert und neues hinzugekommen; sowie die Stammliste umfangreich erweitert. Heute kann ich sagen, dass die „Egsdorfer“ Linie wesentlich größer ist als ich je dachte und der Ursprung für wahrscheinlich alle anderen Bulickes der Region in der Parochie Teupitz ist.
Der „älteste“ Bulicke ist jetzt schon im Spätmittelalter zu finden. Mehr dazu unter Bulicke im Mittelalter und verschiedene Schreibweisen.
An dieser Stelle Herrn Marcus Schmidt noch ein Dankeschön für seine wertvollen Hinweise.

Wolfgang Bulicke im März 2011



PS: Jetzt, anderthalb Jahre später, hat sich die Personenzahl fast verdoppelt und der Erkenntnistand ist entsprechend größer geworden. Auf Grund der relativ geringen Entfernung zu Egsdorf (Luftlinie ca. 20km) füge ich heute die „Landwehr“ Linie in meine Webseite ein. Ich denke, dass die Bulickes vor Beginn der Kirchenbuchführung in nördliche Richtung weiter wanderten und so die „Egsdorfer“ Linie begründeten. Belegen werde ich das wohl nie können. Auf jeden Fall trafen sich beide Linien später in Mittenwalde und Berlin.
An dieser Stelle ein Dank an Martina Rohde, die mir mit ihren Recherchen weiterhalf und in der Teupitzer Kirche die Gedenktafeln aufstöberte.

Wolfgang Bulicke im November 2012

 

PS: Einen großen Erkenntniszugewinn gab es durch die Ancestry-Veröffentlichungen der Geburts-, Heirats- und Sterberegister von Berlin ab 1874 bis 1899 bzw. 1920 und ebenso durch die Onlinestellung der Namensverzeichnisse des Landesarchiv Berlin von 1874 bis hin zu den jeweiligen aktuellen Sperrfristen.

Wolfgang Bulicke im März 2016